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Ratgeber10 Min. LesezeitAktualisiert: 5. Januar 2026

Privatjet-Glossar 2026: 40 Fachbegriffe verständlich erklärt

Privatjet-Fachbegriffe von A bis Z: FBO, ACMI, Deadleg, Repositioning, SAF und mehr. Komplettes deutsches Glossar mit 40 Termen für Erstbucher.

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Kurzfazit: In diesem Glossar finden Sie die 40 wichtigsten Fachbegriffe aus der Privatluftfahrt verständlich erklärt. Von FBO über ACMI bis Repositioning, von Stage Length bis SAF: alle Termen mit denen Sie in Anfragen, Charterverträgen und auf Anbieter-Websites konfrontiert werden.

Die 40 wichtigsten Privatjet-Fachbegriffe im Überblick

Wer zum ersten Mal einen Privatjet bucht, stößt schnell auf branchenspezifische Begriffe und Abkürzungen. Anders als bei einer normalen Linienbuchung kommen Sie hier mit operativen Details in Berührung: dem Flugzeugtyp, der Crew-Anzahl, der Tankkapazität und dem Standort des Flugzeugs vor und nach Ihrem Flug. Wir haben die zentralen Begriffe in einer durchsuchbaren Tabelle zusammengefasst.

BegriffBedeutung
ACMIAircraft, Crew, Maintenance, Insurance. Leasing-Modell, bei dem der Operator alle vier Komponenten stellt. Mehr im ACMI-Leasing-Guide.
APUAuxiliary Power Unit. Hilfsturbine im Heck, die Strom liefert wenn die Triebwerke aus sind.
Block-TimeKomplette Zeit von Anlassen bis Abschalten der Triebwerke. Abrechnungseinheit bei Jet Cards.
CabotageInnerhalb eines Landes Passagiere transportieren, was nicht jeder ausländische Operator darf.
CateringVerpflegung an Bord. Standard ist Snacks und Getränke, auf Wunsch auch Michelin-Niveau.
CharterEinzelmieten eines Privatjets für eine konkrete Strecke.
Crew-ÜbernachtungPauschalkosten von 1.200 bis 1.800 € pro Übernachtung, wenn die Crew am Zielort übernachten muss.
Deadleg / Empty LegLeerflug, bei dem das Flugzeug ohne Passagiere zum nächsten Einsatzort verlegt wird. Bietet Spar-Potential bis 75 %. Details im Empty-Legs-Guide.
EASAEuropean Union Aviation Safety Agency. Europäische Luftfahrtbehörde, regelt Sicherheits-Standards.
EU-OPSEU-Regelwerk für gewerblichen Luftverkehr, mittlerweile durch EASA Air OPS abgelöst.
FBOFixed Base Operator. Privat-Terminal mit Lounge, Handling und Service. Vollständiger Guide: FBO erklärt.
Ferry FlightLeerflug zur Positionierung eines Flugzeugs für den nächsten Charter-Einsatz.
Fractional OwnershipAnteilskauf an einem Privatjet, typischerweise 1/16 oder 1/8. Mehr im Fractional Ownership Guide.
GATGeneral Aviation Terminal. Privatflieger-Terminal an einem öffentlichen Flughafen.
HandlingBodenabfertigung: Anfahrt zur Parkposition, Treppe, Gepäck, Catering-Annahme, Tanken.
Heavy JetGroßraum-Privatjet mit Reichweite über 6.500 km. Beispiele: Gulfstream G650, Falcon 8X.
IFRInstrument Flight Rules. Instrumentenflug, Standard im gewerblichen Luftverkehr.
Jet CardStundenkarte zu einem festen Preis. Vergleich im Jet Card Vergleich.
LBALuftfahrt-Bundesamt. Deutsche Luftfahrtbehörde, Pendant zur amerikanischen FAA.
Light JetKleiner Privatjet für 4 bis 7 Passagiere. Beispiele: Citation CJ3+, Phenom 300E.
ManifestPassagier-Liste, wird vor Abflug an den Operator übermittelt.
Midsize JetMittelklasse-Privatjet für 6 bis 9 Passagiere. Beispiele: Citation XLS+, Learjet 75.
OperatorDas Charter-Unternehmen, das den Privatjet tatsächlich betreibt (Eigentum oder Management).
PaxPassenger, kurz für Passagier(e). Beispiel: 6 Pax = 6 Passagiere.
POBPersons on Board. Anzahl Personen inklusive Crew.
PositioningLeerflug zur Positionierung. Wird in den Preis einkalkuliert.
Pre-FlightVorflug-Check der Crew, dauert rund 30 Minuten vor Abflug.
RangeReichweite des Flugzeugs in Kilometern oder nautischen Meilen mit voller Passagier-Last.
RepositioningSynonym für Positioning, Leerflug zum nächsten Einsatzort.
SAFSustainable Aviation Fuel. Bio-Treibstoff mit niedrigerer CO2-Bilanz. Mehr im SAF-Guide.
SlotZugewiesenes Zeitfenster für Start oder Landung an stark frequentierten Flughäfen.
Stage LengthStreckenlänge eines einzelnen Fluges (One-Way).
Standby CrewCrew, die kurzfristig verfügbar ist, oft mit Aufpreis bei Last-Minute-Buchung.
Super MidsizeGrößere Midsize Jets mit ca. 6.000 km Reichweite. Beispiele: Challenger 350, Praetor 600.
Tail NumberRegistrierungskennzeichen eines Flugzeugs (D-ABCD für Deutschland, HB-XYZ für Schweiz).
Turn-AroundAufenthaltszeit am Boden zwischen Landung und nächstem Start.
Ultra-Long-RangeUltra-Langstrecken-Jet mit Reichweite über 11.000 km. Beispiel: Gulfstream G700.
VFRVisual Flight Rules. Sichtflug, im Privatjet-Charter selten.
VLJVery Light Jet. Kleinste Klasse mit 3 bis 4 Sitzplätzen. Beispiel: Cessna Mustang.
Wet LeaseSynonym für ACMI-Leasing: Flugzeug inkl. Crew, Wartung und Versicherung wird vermietet.

Welche Begriffe brauchen Sie bei einer Charter-Anfrage?

Wenn Sie einen Privatjet anfragen, sind vor allem fünf Begriffe relevant. Pax (Anzahl Passagiere) bestimmt die Flugzeugklasse. Stage Length (Streckenlänge) und Range (Reichweite des Flugzeugs) entscheiden, ob direkte Flüge oder Zwischenstopps notwendig sind. Positioning-Kosten erscheinen oft als separate Position auf dem Angebot. Und der FBO am Zielflughafen bestimmt Ihren Komfort am Boden.

Welche Begriffe stehen typischerweise im Chartervertrag?

Im Privatjet-Chartervertrag stoßen Sie auf Begriffe wie ACMI, Crew-Übernachtung, Manifest, Slot und Stornierungsklausel. Eine detaillierte Analyse aller relevanten Vertragsklauseln finden Sie in unserem Artikel Privatjet-Chartervertrag: 8 wichtige Klauseln prüfen. Wer einen Privatjet-Broker nutzt, bekommt diese Begriffe übersetzt und übersichtlich aufbereitet.

Bereit für Ihre erste Privatjet-Buchung?

Mit dem Privatjet-Vokabular im Kopf können Sie informiert in die Charteranfrage gehen. Villiers Jets bietet ein einfaches Anfrage-Formular, das die meisten dieser Begriffe für Sie übersetzt: Sie geben Strecke und Passagier-Anzahl an, Villiers übernimmt den Rest.

Konkrete Empfehlung: 5 Begriffe die Sie sich merken sollten

  1. Empty Leg / Deadleg: Spar-Potential bis 75 %, wenn Sie flexibel sind.
  2. Repositioning / Positioning: Versteckter Preisfaktor, immer im Angebot prüfen.
  3. Pax und POB: Pax sind Passagiere, POB inklusive Crew.
  4. FBO: Bestimmt Komfort am Boden, lohnt sich in Genf, Zürich, Frankfurt.
  5. Block-Time: Bei Jet Cards die Abrechnungs-Einheit, nicht reine Flugzeit.