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Flugzeuge10 Min. LesezeitAktualisiert: 30. März 2026

Embraer Phenom 300E 2026: Kosten, Reichweite und Alternativen

Embraer Phenom 300E 2026: Charterkosten ab 3.500 €/h, 3.700 km Reichweite, bis 8 Plätze. Warum er Europas meistverkaufter Light Jet ist.

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Kurzfazit: Der Embraer Phenom 300E ist seit 2017 jährlich der meistausgelieferte Privatjet weltweit. Charterkosten 2026 liegen bei 3.500 € bis 4.800 € pro Flugstunde, die maximale Reichweite beträgt rund 3.700 Kilometer (zwei Stunden plus IFR-Reserve), die Kabine fasst sechs bis acht Passagiere. Höchstgeschwindigkeit Mach 0,80, Reiseflughöhe 13.700 Meter. Stärken: niedrige Betriebskosten, gute Single-Pilot-Tauglichkeit, moderne Garmin G3000 Avionik. Schwächen: Kabine kniff-eng für Volumen-Reisen, kein begehbarer Lavatory-Bereich, Reichweite knapp für Mallorca aus Hamburg.

Embraer Phenom 300E: Der meistverkaufte Light Jet

Der Embraer Phenom 300E ist der unangefochtene Marktführer in der Light-Jet-Klasse. Seit der Einführung 2009 wurden über 700 Maschinen ausgeliefert, jährlich kommen rund 50 bis 60 neue dazu, und die E-Variante (eingeführt 2018) ist die aktuelle Premium-Version mit verbessertem Innenraum, neuer Avionik und höherer Reichweite. NetJets, Flexjet, GlobeAir und Jet Edge betreiben jeweils dutzende Phenom 300E in ihren Flotten, und auch im Spot-Charter über Broker wie Villiers Jets ist der Phenom eine der häufigsten verfügbaren Optionen für die DACH-zu-Mittelmeer-Achse.

Warum ist der Phenom so erfolgreich? Drei Gründe: Erstens niedrige Betriebskosten (rund 1.250 USD pro Flugstunde Direct Operating Cost), zweitens gute Single-Pilot-Zertifizierung (was Operator-Kosten weiter senkt), drittens eine Reiseflughöhe von 13.700 Metern (mit Top-Cabin-Altitude bei nur 1.830 Metern), die in der Klasse spitze ist. Wer den Phenom 300E mit den Konkurrenten in der Light-Klasse vergleichen will, findet die Übersicht im Ratgeber Privatjet-Typen.

Technische Daten Phenom 300E

SpezifikationWert
KlasseLight Jet
HerstellerEmbraer Executive Jets
Erstflug2008
Einführung der E-Variante2018
Maximale Reichweite3.700 km (2.010 NM)
HöchstgeschwindigkeitMach 0,80 (ca. 850 km/h)
Reiseflughöhe (max.)13.700 m (45.000 ft)
Triebwerke2 × Pratt & Whitney PW535E1
Passagiere (Standardkonfig.)6 – 8
Maximale Startmasse8.150 kg
Kabinen-Volumen9,30 m³
AvionikGarmin G3000 Prodigy Touch

Die Werte beziehen sich auf die E-Variante mit der Modernisierungs-Suite ab 2024 (Embraer Bossa Nova-Interieur). Ältere E-Vorgänger erreichen 3.650 Kilometer Reichweite und haben das Vorgänger-Garmin-G1000 Avionik. Beim Charter macht das praktisch keinen Unterschied, der Operator wählt das Modell.

Charterkosten Phenom 300E 2026

Die folgende Tabelle zeigt typische 2026er Marktrichtwerte für Charter im DACH-Raum. Die Werte sind unverbindliche Schätzwerte und kein konkretes Angebot:

StreckeFlugzeitKosten one-way (ca.)
Frankfurt – Zürich50 Min4.500 – 6.000 €
München – Mallorca2h 00 Min10.500 – 13.500 €
Stuttgart – Mallorca2h 10 Min10.500 – 14.000 €
Berlin – Mailand1h 25 Min7.500 – 10.000 €
Wien – Nizza1h 35 Min8.500 – 11.500 €
Hamburg – London1h 30 Min7.500 – 10.500 €

Der reine Stundensatz für den Phenom 300E liegt 2026 zwischen 3.500 € und 4.800 € pro Flugstunde, abhängig von Operator, Baujahr und Vertragsmodell. Eine Detail-Aufschlüsselung des Stundensatzes liefert der Ratgeber Privatjet Kosten pro Stunde. Wer den Phenom in einer Jet-Card buchen will, findet die Optionen im Jet Card 2026 Vergleich. Auf der Strecke Düsseldorf nach Mallorca, einer der meistgeflogenen Sommer-Routen ab NRW, ist der Phenom 300E die häufigste Wahl, die aktuellen Preise für diese Route finden sich im Düsseldorf-Mallorca-Ratgeber. Wer mit bis zu sechs Passagieren fliegt und eine Pro-Kopf-Aufteilung braucht, hilft der Guide Privatjet für 6 Personen Kosten.

Reichweiten-Check: Welche Strecken schafft der Phenom 300E?

Die maximale Reichweite von 3.700 Kilometern mit IFR-Reserve klingt großzügig, im Alltag sind die nutzbaren Werte aber niedriger. Faustregel: mit voll besetzter Kabine, normalem Gepäck und Standard-Wind sind 3.000 bis 3.400 Kilometer realistisch. Daraus ergeben sich diese typischen DACH-Strecken nonstop:

  • DACH ↔ Mittelmeer: Mallorca, Ibiza, Côte d'Azur, Mailand, Rom, Korsika alle problemlos nonstop.
  • DACH ↔ Skandinavien: Oslo, Stockholm, Helsinki ohne Tankstopp.
  • DACH ↔ Mitteleuropa: Paris, London, Wien, Prag, Warschau, Budapest alle entspannte Tagesreisen.
  • Knapp: München ↔ Lissabon (rund 2.300 km). Mit voller Beladung kann der Flug knapp werden, oft Tankstopp nötig.
  • Nicht möglich: Dubai (5.000+ km), New York (6.300+ km), Marrakesch direkt aus DACH oft knapp.

Für die Hamburg-Mallorca-Strecke (rund 2.000 km) ist der Phenom 300E theoretisch geeignet, in der Praxis ist die Mallorca-Strecke ab Hamburg mit dem Phenom aber bei vollem Wind und voller Kabine knapp. Operatoren disponieren daher gerne einen Citation XLS+ mit mehr Reserve.

Kabine und Komfort: Was Sie an Bord erwartet

Die Phenom 300E-Kabine ist mit 5,2 Meter Länge, 1,55 Meter Breite und 1,49 Meter Stehhöhe für die Light-Klasse großzügig, aber nicht übermäßig. Sechs Standardkonfigurations-Sitze stehen sich gegenüber (Club-Sitzplan), zwei zusätzliche Sitze direkt an der Kabinenwand. Stehen ist nur leicht gebückt möglich. Das Fenster-Verhältnis ist mit acht großen Kabinenfenstern besonders gut, was den Phenom subjektiv heller wirken lässt als Konkurrenten. Die Top-Cabin-Altitude von 1.830 Metern (statt der üblichen 2.400 Meter) reduziert Müdigkeit auf längeren Flügen messbar.

Lavatory-Bereich: ja, mit Türe und Wasch-Becken, aber nicht voll-stehend. Die Galley ist kompakt, mit Kaffeemaschine, Kühlfach und Catering-Schubfach. Für Snack- und Drink-Service reicht das, ein vollwertiges Menü-Catering ist auf Strecken über zwei Stunden nur eingeschränkt möglich. Wer warmes Essen erwartet, sollte den Operator das vor Buchung explizit prüfen lassen, siehe Privatjet Catering Service.

Alternativen zum Phenom 300E

Wer mit dem Phenom liebäugelt, sollte drei direkte Alternativen kennen:

  • Cessna Citation CJ3+: Etwas kleinere Kabine (4,90 m), gleiche Reichweite (3.700 km), etwas niedrigere Stundenkosten (3.300-4.600 €). Der CJ3+ ist die etwas wirtschaftlichere Wahl für die identische Kabinen-Klasse.
  • Pilatus PC-24: Überraschend wenig erwartet, aber im Charter sehr beliebt für Alpine-Operations. Reichweite 3.610 km, kann Schotterpisten und Kurzbahnen. Mehr im Pilatus PC-12 Alpine Guide (Verwandte Maschine).
  • HondaJet HA-420 Elite II: Kleinere Light-Klasse, nur 2.270 km Reichweite. Wirtschaftlicher für kurze Hops, zu klein für volle Mittelmeer-Strecken.

Für die Klasse darüber (Midsize Jet, 8 bis 9 Plätze) ist die Citation XLS+ die natürliche Wahl, mit größerer Kabine, mehr Stehhöhe und 3.900 km Reichweite. Wer den Komfortsprung zur Midsize-Klasse abwägt, findet die Argumente im Ratgeber Privatjet-Typen.

Phenom 300E anfragen

Bereit für Ihren nächsten Charter mit dem meistverkauften Light Jet? Vergleichen Sie jetzt Angebote und fragen Sie unverbindlich an bei Villiers Jets. Geben Sie Strecke, Datum, Personenzahl und Wunsch-Modell Phenom 300E im Briefing an, dann erhalten Sie passende Angebote von europäischen Operatoren. Für die Strecke nach Mallorca, Ibiza, Nizza oder London stehen meist mehrere Phenom-300E aus DACH-Flotten zur Verfügung.

Konkrete Empfehlung: Phenom 300E

  1. Für Strecken bis 3.000 km mit 4-6 Personen: erste Wahl. Beste Wirtschaftlichkeit in der Light-Klasse, moderne Avionik, gute Kabinen-Höhe.
  2. Mit acht Personen voll besetzt: Midsize prüfen. Citation XLS+ oder Hawker 900XP haben mehr Stehhöhe und Gepäckraum.
  3. Für Catering-anspruchsvolle Strecken: vorab klären. Galley ist kompakt, warme Menüs sind nur eingeschränkt möglich.
  4. Strecken ab Hamburg nach Mallorca: knapp. Operator wählt oft Citation XLS+ für mehr Treibstoff-Reserve.
  5. Operator wählen, nicht nur Modell: NetJets, Flexjet und GlobeAir haben moderne Phenom-300E in der Flotte, die Garantie für E-Variante ist beim Independent Charter manchmal unklar, daher Baujahr explizit erfragen.